Altweilnau hilft

Liebe AltweilnauerInnen und Altweilnauer,

im Zuge der staatlich angeordneten Maßnahmen, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, wird Rücksichtnahme und Solidarität unter den Bürgerinnen und Bürgern immer wichtiger.

Im Zentrum der Sorge stehen dabei ältere oder immunschwache Menschen. Sie gelten als Risikogruppen und sind besonders gefährdet, nach einer Infektion mit dem Coronavirus auch schwer zu erkranken.

Wir wollen Ihnen helfen gesund zu bleiben und bieten an, Sie z.B. beim Einkauf zu unterstützen.

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P.S. Wir Altweilnauer müssen zusammenhalten! So werden wir gemeinsam diese Krise überwinden.

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Herzlich Willkommen auf der neuen Website von Altweilnau

Wir hoffen, dass euch die neue Seite gefällt. Nach und nach werden wir weitere Inhalte (z.B. Bilder) der alten Seite übertragen. Wer etwas vermisst, findet hier die alte Seite.

Schaut Euch auf jeden Fall mal den Kalender an, der beinhaltet alle Veranstaltungen in Altweilnau in 2020 und kann in Euren Kalender importiert werden.
Wegen Corona finden aktuell keine Veranstaltungen statt.

Willkommen im grünen Herzen des Taunus

Altweilnau als staatlich anerkannter Erholungsort liegt auf 390 m üNN. in der heutigen Großgemeinde Weilrod.

Erstmals im 13. Jdh. erwähnt, besteht von der einstigen Burganlage heute noch ein Bergfried, ein Tortum sowie Teile der Stadtmauer. Erbauer waren die Grafen von Diez die sich hiernach Grafen von Weilnau nannten.

Der wohl bedeutendste Tag in der Geschichte Altweilnaus ist der 18. Mai 1336 - es wurden die Stadtrechte durch den Kaiser verliehen, welcher sie aber 9 Tage später auf Drängen der Grafen von Nassau-Weilburg teilweise wieder aufhob.

Besuchen Sie den malerischen alten Ortskern mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jhd. und lassen Sie sich in längst vergangene Zeiten führen.

Wandern Sie auf den gut gekennzeichneten Wegen durch den Naturpark Hochtaunus oder erfahren Sie auf einer Führung die Geschichte des Ortes und dessen Umgebung.

Die ortsansässigen Vereine gestalten die vielschichtigen Veranstaltungen im Jahr zu einem Erlebnis. Hier in Aleweile wird die Dorfgemeinschaft noch groß geschrieben und daher sind die unter Veranstaltungen aufgeführten Festlichkeiten zum Teil auch Gemeinschaftsprojekte der Vereine.

  • Burggeschichte

    Seit dem 13. Jhd. wird eine Burg oder Festungsanlage in Altweilnau erwähnt. Bewohnt ist sie sicher bis 1563. In diesem Jahr wurden Schlüssel für folgende Türen hergestellt: Junker Kammer, gewelbte Stubbe, gnädigen Herrn Gemach, Schneiderei, Kammertür, Fawentür, Speisemeisters Kammer und Keller. An Bediensteten erscheinen: Marschalk sowie Küchenschreiber.

    Die Grafen von Diez, die sich hiernach auch Grafen von Weilnau nannten, sowie eingesetzte Burgmannen lebten auf der Burg.Auf der kleinen Felsnase erhebt sich eine regelmäßige dreieckige Ausläuferanlage mit einem hohen runden Bergfried.

    Das  Kellergewölbe mit Zugang nach außen ist heute zugeschüttet. Im Nordosten hatte man einen etwa 14 Meter breiten Halsgraben aus dem Fels gesprengt, hier dürfte wohl auch der Hauptzugang gelegen haben. Der Turm stand frei, während sich vermutlich im Südosten ein Palas an die Ringmauer schmiegte.

    Alten Unterlagen zu Folge verfügte die Anlage über sieben Türme. Einer dieser Türme, ist der 1340 erbaute und heute noch gut erhaltene quadratische Torturm mit seinem steilen Walmdach. Bei Restaurierungsarbeiten 1980 wurde die ursprüngliche Mauerstärke von 2,65m wiederhergestellt. Aus einem Protokoll vom 25.08.1980 heißt es:„Die Konstruktion der neuen Mauer besteht aus Sichtmauerwerk, unter weitgehender Verwendung vorhandenen Steinmaterials. Sie wird mittels Betonstahl Durchmesser 16 mm mit dem Felsen sowohl senkrecht wie auch an den Felsnasen seitlich verdübelt.

    Im unteren Bereich wird der Raum bis zu den verbleibenden festen Resten der alten Mauer mit Beton ausgefüllt, wobei senkrechte Baustahlmatten eingelegt werden.In alten Zeichnungen ist die Burganlage nur als Ruine zu erkennen. Heute kümmert sich der Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau e.V. um die Instandhaltung der Ruine.

  • Bergfried

    Noch heute gut erhalten und zu besichtigen ist der starke, runde Bergfried (26 m Ø, 2,25m Mauerstärke) mit Aussichtsplattform, von der der Besucher einen herrlichen Rundblick über das Weiltal bis nach Riedelbach auf der einen Seite und zum Treisberg auf der anderen Seite, den idyllischen Ort Altweilnau sowie den Nachbarort Neuweilnau mit dem hübschen Nassauer Schloss Neuweilnau hat.

    Öffnungszeiten

    Vom 1. April bis 31. Oktober von 08.00 bis 20.00 Uhr kostenfrei zu besichtigen. In den Wintermonaten ist die Anlage nur nach vorheriger Anmeldung begehbar (Telefon: 06083-94 02 80).

    Besonderes

    Ein alter Steinaufgang und eine gusseiserne Wendeltreppe führen hinauf zur offenen Aussichtsplattform des Bergfrieds. Auf dem Burggelände ist die Möglichkeit für ein Picknick gegeben. Eine Himmelsliege sowie Sitzbänke und Tische laden zum Verweilen ein; ebenso ein kleiner Kräutergarten. Am Wunschbaum können Träume auf Papier verewigt werden. 

  • Torturm

    Alten Unterlagen zu Folge verfügte die Burganlage über insgesamt sieben Türme.

    Der gotische Torturm aus dem Jahre 1340 mit seinem steilen Walmdach aus Schiefer gehörte zu diesen Türmen und hatte die Funktion eines Stadt- bzw. Burgtores, da Altweilnau nur für 9 Tage Stadtrechte besaß. Jeder der nach Altweilnau wollte, musste durch dieses Tor.Mit seiner Höhe von 26 m und einer Breite von 7 m ist er gepaart mit der Burgruine das markante Merkmal des Ortes.Der Torturm verfügt über drei Ebenen und steht für Besichtigungen leider nicht zur Verfügung.

    In der unteren Ebene ist der typische Innenputz aus getrocknetem Stroh, Dung und Mist noch erkennbar. In der Decke der Tordurchfahrt befindet sich eine Öffnung, durch die man früher über eine Leiter in die Tordurchfahrt gelangte. Ebenfalls durch diese Öffnung führte ein langer Strick, mit dem die Glocke geläutet wurde. Die Bänke an den Fenstern in der zweiten Ebene und auch ein Kaminabzug sind heute noch gut erhalten. Einige hundert Jahre früher war dies der Aufenthaltsraum für die wachhabenden Soldaten oder Burgmannen. In alten Kellereirechnungen ist zu lesen, dass auch ein Turmbläser in diesem imposanten Gebäude wohnte.

    In der obersten Ebene hängt eine kleine Marienglocke, die neben dem Einläuten von Tag, Nacht und Mittagszeit noch bis mindestens 1861 zu den Gottesdiensten und Gebetszeiten für die nahegelegene Katharinenkapelle geläutet wurde. Immer wieder gab es dazu Auseinandersetzungen mit den nach Altweilnau pfarrenden Dörfern. Schließlich wollten diese nicht für den Unterhalt des Torturms und der darin befindlichen Glocke aufkommen.

  • Bergbau

    Die älteste bekannte Belehnungsurkunde (Schriftliches Gesuch eines Schürfers um die Verleihung des Bergwerkeigentums) stammt vom 10.12.1593. Ein Peter Sorge aus Kraftsolms erwarb das Recht, nach Blei und anderen Metallen bei Altweilnau schürfen zu dürfen.

    Während der Wirren des 30 Jährigen Krieges fanden keine Schürfungen statt. Erst durch Graf Walrad von Nassau, der am 01.04.1690 einer Gewerkschaft die Rechte für das bei „Altenweylnau gelegene uhralte Kupfer und Bley Bergwerk ... Königsthal genannt“ erteilte, begann man mit dem Betrieb. Über 30 Jahre wurde in Stollen und Schächten nach silberhaltigem Blei gesucht, bis 1720 der letzte Bergmann ins Kirchenbuch eingetragen wurde.

    1779 bat der Hessisch-Hanauische Amtmann Otto Friedrich Zaunschiffer aus Dorheim um die Belehnung mit dem „seit langen Jahren unbearbeiteten Bergwerk im so genannten Königsholz, unweit von Altweilnau“. Trotz eines intensiven Schriftverkehrs und einiger Investitionen, erfolgte keine Belehnung. Vielmehr sollte zunächst ein Gutachten erstellt werden. Nach diesem Gutachten erhielt Zaunschiffer zwar gewisse Rechte, schien aber die Lust an der Weiterarbeit verloren zu haben, denn am 06.04.1782 schrieb der Hütteninspektor Henchler, dass die Grube lediglich von zwei Mann betrieben wurde.

    In den kommenden Jahren fanden zwar Arbeiten statt, Gewinne konnten aber keine erzielt werden.Eine erneute Belehnung erfolgte ab 1818 an wechselnde Besitzer. In der Folgezeit wurden erfolgreiche Grabungen durchgeführt und 1917 drei Stollen (Petrusstollen, Margaretastollen und St. Barbarastollen) an der Weiltalstraße (ca. 100 m. nördlich bzw. nordöstlich der Kreuzung „Egertshammer“) angelegt.

    In dieser Zeit gab es eine Gewerkschaft „Altvater“ und einen Knappschaftsverein in Altweilnau. Zwei Tage lang feierte man am Peter- und Paulstag 1903 ein großes Bergmannsfest.Der Petrusstollen, unmittelbar an der Weiltalstraße, hatte eine Länge von ca. 50m in nordöstlicher Richtung und erreichte nach Südosten einen Gang von 8-10m.

    Bis 1917 wurden 20 Tonnen Bleierze gefördert, die allerdings nicht den Erwartungen entsprachen.Am 09.10.1919 wurde dieser Stollen stillgelegt, da die Suche nach weiteren Erzadern keinen Erfolg versprach. Dafür beauftragte man 1921 den Wünschelrutengänger Heinemann aus Bad Homburg mit der Suche nach neuen Adern. Dieser stellte auch eine Erzader fest, doch solche konnte, trotz aufwendiger Suche, nicht entdeckt werden.Daraufhin vermerkte August Fricke in seinen Akten: „... muss das Ausschlagen der Wünschelrute irrig gewesen sein…“

    Ab 01.12.1921 begann man wieder mit dem Abbau und nahm 1923 eine neue Pumpenanlage in Betrieb, um der häufigen Wassereinbrüche Herr zu werden. Die Nutzung der Anlage war jedoch nur von kurzer Dauer, da man 1924 die Grube „Königsholz“ endgültig stilllegte.Ein weiteres Bergwerksfeld „Bleizeche I“, wurde ab 22.03.1899 erschlossen und mit dem Abbau von hochwertigen Bleiglanzerzen begonnen.

    Der obere Stollen (an der Weilnauer Straße, in unmittelbarer Nähe des Burgrestaurants) hatte eine Länge von ca. 300m und zum Abtransport gab es mehrere Schächte.

    Der 1916 eingesetzte Betriebsführer und Sprengmeister war Herr Karl Preußer aus Altweilnau. In einem Betriebsbericht heißt es: „… bei diesem Betriebe wurden im ganzen 14 Arbeiter beschäftigt, dieselben hatten 29 Angehörige zu ernähren.

    Das gesamte Bergwerksfeld (Königsholz und Bleizeche I) wurde in den Jahren 1937/38 von der damals selbstständigen Gemeinde Altweilnau übernommen. Wegen des zu geringen Erzaufkommens und der daraus resultierenden Unrentabilität wurde der Bergwerksbetrieb komplett eingestellt.Im zweiten Weltkrieg nutzte man den bereits seit Jahren stillgelegten Stollen der Grube „Bleizeche I“ als Luftschutzstollen. So verbrachten die Altweilnauer Weihnachten 1944 im stillgelegten Stollen, als amerikanische Flieger den Flugplatz in Merzhausen zerstörten.

    Folgende Gruben waren längere Zeit in Betrieb: Grube „Königsholz“, unterhalb von Altweilnau, Grube „Bleizeche I“, im Ortsbereich von Altweilnau, Grube „Bleizeche“ am Hirschberg zwischen Altweilnau und Hunoldstal und Grube „Emilie II“ am Wolfsküppel, südlich von Altweilnau.

    Vorkommen

    Haupterz war hier Bleiglanz, dazu oxidische Bleierze. Kupfererze und Zinkblenden traten nur ganz vereinzelt auf. Quarz fand sich in großen Individuen. Das größte bekannte Bleiglanzvorkommen wurde in der Grube „Bleizeche I“ in einer Länge von ca. 40 m und 50 cm Breite und einigen Höhenmetern abgebaut.

    Der Alltag eines Bergmannes

    Die tägliche Arbeitszeit unter Tage betrug 8 Stunden; über Tage 12 Stunden. Der Abbau erfolgte unter größter körperlicher Anstrengung der Bergarbeiter, da zu jener Zeit noch kein maschineller Abbau möglich war. Der Abtransport des Abraums und der Erze erfolgte auf Schienen über Kipploren.

    Das Erz lud man auf ein Pferdefuhrwerk, um es nach Wilhemsdorf zur Bahn zu transportieren. Den Abraum verwendete man u.a. später für den Straßenbau. Die Stollen hatten eine Höhe von ca. 2 m, eine Breite von ca. 1,40 m und waren größtenteils mit Grubenholz abgestützt.

    Die Sprengungen erfolgten bei Schichtwechsel oder vor einer Pause. Zunächst verwendete man Schwarzpulver, später wurde mit Dynamitpatronen gesprengt. Bei solchen Sprengarbeiten ereignete sich im Jahre 1920 ein schwerer Unfall, bei dem der Bergmann Hanson aus Neuweilnau das Augenlicht verlor.

    Ein anderer Vorfall ereignete sich beim Anzünden der Sprenglunte. Herrn Karl Ruß atmete die giftigen Gase ein und konnte gerade noch rechtzeitig aus dem Schacht gezogen werden, bevor die Sprengung detonierte.Von seinem Leben erzählte 1981 der einstige Bergmann Otto Veith. In dem von Peter Eschenröder für den Geschichtsverein Weilrod e.V. aufgezeichneten Gespräch im Jahre 1981, erinnerte sich Herr Veith noch sehr lebhaft an seine einjährige Arbeit in den Schächten und Stollen rund um Altweilnau.

    Für gerade mal 6 Mark pro Schicht stieg der damals 17 jährige in den Berg ein, ohne genau zu wissen, welche Gefahren mit seiner Arbeit verbunden waren. Meist schufteten zwölf bis vierzehn Mann in drei Schichten im Berg, um pro Woche fünf bis zehn Zentner Erz zu Tage zu befördern.

    Es dauerte drei bis vier Stunden, bis die beiden Bergleute, die gemeinsam unterwegs waren, in das harte Gestein ein Loch mit dem Meißel gebohrt hatten, um dann die Munition darin zu verstecken.

    Heutiger Zustand

    Die Stollen und Schächte der Gruben sind größtenteils gegen das Eindringen Unbefugter abgesichert. Die Stollen bieten heute den Fledermäusen eine ungestörte Überwinterungsmöglichkeit. In den Wintermonaten besucht der Fledermausbeauftragte des Kreises die Stollen und zählt die hier heimisch gewordenen Tiere.Einen tiefen und näheren Einblick in die Mineralienkunde rund um Altweilnau mit hervorragender Fotodokumentation finden Sie hier.

  • Bettelfrau

    Das Märchen "Die Bettelfrau"

    Im Jahre 1706 brachte Pfarrer Binz zu Usingen von einer Reise in die Residenzstadt ein Waisenmädchen mit, das er mit Hilfe der Fürstin Charlotte-Amalie von Nassau-Usingen in der Papiermühle des Konrad Heytmann im Weiltal bei Neuweilnau unterbrachte. Das Mädchen wurde Emilie Masin genannt, über seine Eltern wusste man nichts.

    Als es herangewachsen war, verliebte es sich in den Sohn des Papiermüllers. Das passte wohl dem alten Heytmann nicht. So musste Emilie den Dienst wechseln. Die beiden jungen Leute hatten sich aber Treue geschworen.Doch: aus den Augen, aus dem Sinn. Der junge Johann Heytmann fand eine andere, und als Emilie das erfuhr, zündete sie heimlich in der Nacht die Papiermühle an und hätte beinahe großen Schaden angerichtet. Sie wurde eingefangen, als Brandstifterin zu Altweilnau in den Turm gesetzt, entkam aber und ging schnell außer Landes. Viel Glück hat sie aber in ihrem weiteren Leben nicht gehabt, denn drei Jahrzehnte später klopfte an einem Winterabend eine armselige Bettelfrau an die Tür der Heytmannschen Papiermühle. Man ließ sie ein, reichte ihr Speise und Trank und bot ihr ein Nachtlager an. Einer aber erkannte sie: Johann, der jetzt Papiermüller war. Mag sein, dass sie gerade deshalb nicht bleiben wollte. Sie dankte und ging in die kalte Nacht hinaus.

    Am nächsten Morgen fand man sie erfroren nahe der Wegegabelung zwischen Merzhausen und Oberlauken, die heute noch „die Bettelfrau“ genannt wird.

    1976 pflanzte der Altweilnauer Winfried Löw als Gedenken an diese Geschichte eine Linde, die heute weithin sichtbar zur Erinnerung mahnt. Im Juni 2009 wurde die Bronzefigur „Bettelfrau“ von dem Weilroder Künstler Gunnar Platzen feierlich in der Ortsmitte eingeweiht.

    Anmerkung:

    Von der Sage „die Bettelfrau“ sind weitere Versionen bekannt. Eine andere schildert weitaus detaillierter das Leben des armen Waisenkindes. Sie unterscheidet sich insbesondere im Punkt der Brandstiftung von der hier vorgestellten Fassung.

    Dort bleibt offen, wer an der Papiermühle ein Feuer entzündete. Eher wird dem Leser suggeriert, dass der alte Papiermüller gar selbst ein Feuer legte, um sich auf diesem Wege des nicht standesgemäßen Fräuleins zu entledigen. So wird die junge Frau schuldfrei gefangen gesetzt und erst viele Jahre später als gebrochene Bettelfrau aus der Haft entlassen.

    In einer anderen Fassung wird berichtet, dass die Bettelfrau und zwei Kinder erfroren an der Weggabelung zwischen Altweilnau und Oberlauken aufgefunden wurden. Hier stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei dieser Fassung um eine Vermischung von zwei Sagen handelt: Die der Bettelfrau und die der Geschichte um die Kinder, die an der Jammerhecke bei Brombach erfroren sind. 

    Geschichtlich belegbar ist die Geschichte leider nicht. Im Altweilnauer Kirchenbuch findet sich hierzu kein passender Eintrag.

  • Ortsbeirat

    Der Ortsbeirat tagt zu unterschiedlichen Themen mehrmals im Jahr. Seine Mitglieder setzen sich zusammen aus:

    • Reiner Blumer FWG (Schriftführer)
    • Barbara Bareis FWG
    • Sonja Fladung FWG (Ortsvorsteherin)
    • Jens Goll SPD (stellvertr. Schriftführer)
    • Armin Klimmek SPD
    • Richard Stahl CDU (stellvertr. Ortsvorsteher)
    • Eva Holdefer Grüne

    Senden Sie eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an die Ortsvorsteherin

    Die Sitzungsprotokolle werden über die Weilroder Website zur Verfügung gestellt und können hierüber geöffnet werden.

    E-Mail-Service für Müllabfuhrtermine

    Es steht ein Abfallkalender-E-Mail-Service bereit. Nach der Anmeldung werden Sie einen Tag vor dem Abfuhrtermin über die entsprechende Abfuhr (gelber Sack, Hausmüll, Bio, Papier) informiert. Anmeldung hier.

  • Altweilnauer Kleinmarkt

    Kleinmarkt immer Dienstag von 14.00 - 14.30 Uhr.
    Auf dem Kleinmarkt finden Sie augenblicklich folgenden Verkaufswagen:
    Metzgerei Schütz aus Bad Camberg mit Fleisch und Wurtstwaren

    Der Ortsbeirat ist für weitere Anfragen von Händlern offen.
    Informationen erhalten Interessierte über den Ortsbeirat Altweilnau (Sonja Fladung Telefon 06083-2583) oder die Gemeinde Weilrod (Telefon 06083-9509-0).

  • Dorfentwicklung IKEK

    Altweilnau beteiligt sich am Förderprogramm zur Dorfentwicklung IKEK. Eine Auftaktveranstaltung mit Ortsbegehung fand im Oktober 2014 statt. Es hat sich ein kleines Team aus engagierten Einwohnern zusammengefunden, die neben einem Ortsteilplakat in der Steuerungsgruppe und verschiedenen Arbeitsgruppen mitwirken. Wer mitmachen möchte oder weitere Informationen wünscht, wende sich bitte an die Ortsvorsteherin Frau Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Es fand eine Befragung zum Thema "Ort der Begegnung" statt. Näheres dazu wurde an einem Filmabend erläutert Bilder hierzu finden Sie hier.

  • Landstein

    Auf dem Gebiet des heutigen Ortsteils Altweilnau liegt die Wüstung Landstein. An der Einmündung des Niedgesbaches in die Weil gelegen, entwickelte sich eine kleine Ortschaft, die um 1350 erstmalig erwähnt und 1480 urkundlich erwähnt wurde.

    Um 1515 entwickelte sich der Ort zum lokalen Wallfahrtsort. Aber bereits 1535 wird die Pfarrei aufgehoben und 1556 ist eine Teilwüstung belegt. Die ehemalige Wallfahrtskirche “Unserer lieben Frau zu Landstein“ wurde zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Steine wurden abgetragen und für den Bau der Hugenottenkirche in Usingen verwendet.

    Erhalten ist die Ruine des Westturms mit zwei seitlichen zweigeschossigen Nebenräumen. Heute findet sich die Kirchturmruine neben der Landsteiner Mühle. Zum augenblicklichen Zeitpunkt kann die Ruine nicht betreten werden, da Ausgrabungsarbeiten stattfinden. 

    Im schmucken Fachwerkgebäude Landstein, das jahrhundertelang eine Mahlmühle barg, lässt sich im Inneren noch gut das uralte mächtige Gebälk erkennen. Die Landsteiner Mühle blickt auf eine über 500 Jahre alte ereignisreiche Geschichte zurück. Erstmalig belegt durch eine Urkunde von Gottfried IX. von Eppstein vom 21. Juni 1500. Die alte Mühle erlebte Entstehung, Blüte und Zerstörung des Dorfes Landstein mit Gericht und Markt.

    1957 wurde der Mühlenbetrieb schließlich eingestellt und die Landsteiner Mühle als Gaststätte betrieben. Die Nachfahren des letzten Müllers Busch, die hier über viele Generationen die Mühle betrieben, leben heute noch auf dem Landstein. Die Wasserversorgung der Landsteiner Mühle wurde früher durch den künstlich angelegten Meerpfuhl gesichert.

    Heute befindet sich in den Räumen der ehemaligen Gaststätte "Landsteiner Mühle" ein Seminarhaus für Klangmethoden.

     

    Bild von Frederik Tammen - http://www.tammland.com