Einsatzabteilung FFW

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Die Einsatzabteilung verfügt derzeit über 26 aktive Mitglieder und alle besitzen nicht nur die Grundausbildung, sondern unter anderem auch Ausbildungen in Kartenkunde, Atemschutz, technischer Hilfeleistung oder Katastrophenschutz.

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Die Einsatzabteilung und Jugend im jahr 2014


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Kontakt über:
Hans-Jürgen Lorenz - Wehrführer  - Telefon 06083/ 2 82 19
Marc Dreyer - stellv. Wehrführer  - Telefon 06083 / 95 78 75 

 

Atemschutzgerätetraining und Abschlussübung im November 2014

Am 1. November trafen sich die Werksfeuerwehr BMW Rolls Royce und die Freiwillige Feuerwehr Altweilnau zu einem gemeinsamen theoretischen und pratischem Training für Atemschutzgeräteträger

Einen langen aber interssanten und lehrreichen Tag hatten die Atemschutzgeräteträger der Werksfeuerwehr BMW Rolls Royce und der Freiwiligiigen Feuerwehr Altweilnau am 1.11.2014. Bereits um 8:30 traf man sich zu einem gemeinsamten Training das zunächst mit einem theoretischen Teil began. Neben möglicher Gefahren für Atemschutzgeräteträge und deren Vermeidung sowie der korrekten Brandbekämpfung und den unterschiedlichen Möglichkeiten, verrauchte Räume nach Personen zu durchsuchen kamen auch praktische Übungen nicht zu kurz. So konnten sich die Trupps im korrekten Öffenen von Türen oder beim Suchen und Bergen von Personen anhand der Wand-, Taucher- und Baum-Suchtechniken mit stark eingeschränkten Sichtmöglichkeiten geübt werden (siehe Bilder). Auch technische Hilfmittel wie der mobile Rauchverschluss oder Lüfter wurde besprochen und natürlich auch direkt in der Praxis erprobt.   

Den krönenden Abschluss des Tages stellte dann die Jahresabschlussübung mit allen Kameradinne und Kameraden aus Altweilnau dar. Selbstverständlich ging es beim angenommenen Einsatzszenario ebenfalls um die Suche und Evakuierung einer Person in einer Baustelle und natürlich konnten auch die taktischen Belüftungsmaßnahmen noch einmal in der Praxis geübt werden. Die Teilnehmer des Kurse sind sich einig. So kompakt, spannend und unterhaltsam gab es schon lange kein Training mehr, das noch dazu speziell auf die Anforderungen der Atemschutzgeräteträger zugeschnitten war. Große Danke gilt hierbei insbesondere den zwei Ausblidungsleitern Gunnar Hohl (Betriebsfeuerwehr BMW Rolls Royce) und Manfred Desor (FFW Dornholzhausen).
 

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VU Gemeinschaftsübung Altweilnau, Riedelbach, Gemünden und DRK 2014

Erste Erkenntnis einer Übung der Rettungskräfte: Die Zusammenarbeit zwischen „Rot“ und „Weiß“ klappt hervorragend, die zweite: So ein BMW-Kombi kann ganz schön störrisch sein, wenn er zum Cabrio gemacht werden soll.


Samstag, 15.30 Uhr, Sirenenalarm zerreißt die Nachmittagsruhe in Riedelbach. Schon wenige Minuten später brausen Einsatzfahrzeuge Richtung Schulzentrum. Dort hatte sich ein Unfall ereignet: Ein BMW-Kombi und ein Alfa waren frontal zusammengestoßen, der BMW lag auf einem Hang, der Alfa auf einem Felsbrocken. Bei dem Unfall kam auch noch ein Motorrad unter die Räder.
Die schlechte Nachricht zuerst: Der BMW-Fahrer wurde mit Verdacht auf Becken- und Wirbelsäulenfrakturen eingeklemmt, konnte erst nach einer Stunde aus dem totalbeschädigten, sich massiv gegen Spreizer und Rettungsschere wehrenden BMW geborgen werden. Bei der Frau im Alfa – stumpfes Bauchtrauma, ebenfalls eingeklemmt – ging es flotter.
Man wollte wieder einmal wissen, wie gut „Rot-Weiß“ zusammenarbeitet. Und das ist die zweite gute Nachricht: Hervorragend, Hand in Hand, unaufgeregt und – auch dafür sind Übungen da – ausbaufähig. „Wir wollen schließlich besser werden“, zeigte Übungsregisseur Achim Anthes (Altweilnau), der sich das Szenario mit seinen Kollegen Martin Pauers (Riedelbach) und Daniel Szepanski (Gemünden) ausgedacht und alles zwecks späterer Manöverkritik dokumentiert hat, vorläufig zufrieden.
Überrascht war er von der Stabilität des am Ende durch Abtrennen des Daches doch noch zum Cabrio umfunktionierten BMW, vor dem man mit der alten Rettungsschere wohl hätte kapitulieren müssen. Mit der neuen war es noch schwer genug.
Zufrieden war auch der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Holger Sorg, der nach seinem Eintreffen am Unfallort eigentlich das Kommando hätte übernehmen können, es aber nicht tat, weil Susanne Hennig, die mit dem Riedelbacher TSFW als erste am Unfallort war und die Einsatzleitung übernommen hatte, „super Arbeit geleistet hat“.
Rettungsdienstchef Markus Kohlbauer stellte hinterher fest, dass es bei den vier angehenden Rettungsassistenten noch Schulungsbedarf gibt, was aber kein Drama sei, denn das Azubi-Quartett lernt ja noch. Allerdings befand er auch, dass eine Stunde für die Bergung des BMW-Fahrers recht lang ist, zumal er damit noch nicht auf dem OP-Tisch lag. Das mag auch daran gelegen haben, dass Rettungsassistent Daniel Renz, der als Notarzt fungierte, wegen „stabiler Vitalfunktion“ des Opfers keine Crash-Rettung angeordnet hatte.
Im Einsatz waren die Wehren Riedelbach, Altweilnau und Gemünden, zwei Rettungstransporter aus Hunoldstal, zwei Notfallkrankenwagen aus Kronberg und Neu-Anspach sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug.
Binnen acht bis zehn Minuten nach der Alarmierung trafen sich so etwa 40 Feuerwehrleute und 20 DRK-Helfer, darunter auch die vier Azubis, die beim DRK-Kreisverband unter Führung von Ausbildungsleiter Peter Weidmann ihre Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren. Mit im Boot waren auch der Kronberger Klaus-Dieter Henkel von der Abteilung Realistische Unfalldarstellung (RUD), der die „Verletzten“ täuschend echt geschminkt hatte, und Beatrix Heinz von der DRK-Bereitschaft Weilrod.
Sie war nicht allein gekommen, sondern hatte ihre ganze Familie dienstverpflichtet: Ehemann Peter und die Töchter Rebekka und Katharina lagen nicht zum ersten Mal auf Henkels Tisch. Neu im Komparsengeschäft war der vierte „Verletzte“ Tobias Vollberg, der mit einem Kollaps zusammenbrach. Ohne Zweifel, der Mann hat mimisches Talent
 

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Das Szenario das sich den herbei geeilten Rettungskräften bot



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Cold Water Challenge 2014

Am 23. Mai 2014 hat sich die Einsatzabteilung der Cold Water Challenge 2014 gestellt, die sie von der Wehr aus Riedelbach gestellt bekommen hatte.
Mit spontanter Vorbereitung, viel Engagement und einer Menge Spaß konnten die Kameradinnen und Kameraden auch diese Herausforderung meistern. 


Ja liebe Riedelbacher, wird nichts mit dem Grillen - macht Euch nichts draus.
Ehensache ist es natürlich, dass wir trotzdem die 100€ an Paulinchen e.V. spenden - das war schließlich Sinn und Zweck der Sache!

http://www.youtube.com/watch?v=jESH83-ip5o


Mai 2014 Verabschiedung von Kamerad Otto Schulz in die Altersabteilung

Einem scheidenden Einsatzmitglied der Feuerwehr für sein jahrelanges Engagement und seinen selbstlosen Einsatz zu danken, gehört zum guten Ton.
Dies auf originelle Weise zu tun ist aber nicht immer einfach.

Sterne vom Himmel holen ist relativ unmöglich. Für einen solchen Grund evtl. sogar unpassend.
Für einen Abschiedsausflug unserer Wehr nach Russland zum Welthöchsten Feuerwehr Hubrettungsfahrzeug dem Bronto Skylift F 101 HLA mit 101 Meter Arbeitshöhe fehlt mal wieder das Geld!
Etwas schönes an das sich jeder erinnert wäre ein selbstgemachter Regenbogen

Man nehme:
Eine Führungsriege die sich eine Abschiedsübung ausdenkt.
Einen Brandstifter der sich eine Location aussucht.
Einen Wasserwerfer der zur Wasserversorgung dem Schlauchtrupp und Wassertrupp ordentlich Schweiß auf die Stirn treibt und ganz nebenbei unserem TSF/W die Saugschläuche zusammenzieht!
Sonniges Wetter wie es sich zu solch einem Tag gehöhrt.
Das alles 5 Minuten lang zusammen würfeln, Druck drauf geben, und für ca. 10 Minuten bei 25 Bar in den Himmel feuern!

Danach bei einem leckeren Hausmacher Worscht Buffet zusammen sitzen und den Tag gebührend ausklingen lassen.
Wir hoffen das unserem Otto damit der Übergang zur Altersabteilung lange in Erinenrung bleibt!

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Der Mann der für die Übungsszenarien extra eingestellt wurde!                                                               Der Wasserwerfer GTLF 24/40 aus Emmershausen

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Der Mann des Tages unser Otto!                                                                                                                      Kleine Abkühlung gefällig?

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Jetzt aber volle Lotte aus allen Rohren damit....................................                                                            Ahhhhhhhhh, da isser der erwünschte Regenbogen!

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Ein Teil der Wasserversorgung, unser TSF/W                                                                                                 Abschlußkritik gabs nicht viel. Alles war gut!
 

März 2014 Gemeinschaftsübung

Unfallrettung ist ein sehr dramatisches Geschäft, bei dem es um die richtigen Entscheidungen zur rechten Zeit geht.
Oft ist es eine Sache von Minuten, ob ein Unfallopfer überlebt.

Artikel von Alexander Schneider aus Taunus Zeitung März 2014


Oft überleben schwer- und schwerstverletzte Unfallopfer nur deshalb, weil Notarzt, Rettungssanitäter und Feuerwehr Hand in Hand arbeiten.
Für Kompetenzgerangel ist da kein Platz. Die Ortsteilfeuerwehren von Altweilnau, Gemünden und Riedelbach sind auf schwere Verkehrsunfälle spezialisiert und werden deshalb meistens dann alarmiert, wenn in Weilrod schwerere Unfälle passiert sind.
 
Auch kürzlich waren die Männer und Frauen wieder unterwegs, allerdings ohne Sondersignal und ohne das bange Gefühl, was sie wohl am Einsatzort erwartet.
Unter die Haut ging dieser Einsatz dennoch: Achim Anthes (Altweilnau) hatte einen Informationsnachmittag mit dem Unfallchirurgen Dr. Bernd Wohlrath von der Frankfurter Unfallklinik (BGU) und Rettungssanitäter Hans-Peter Krones vom Malteser-Hilfsdienst im Dorfgemeinschaftshaus von Gemünden organisiert.
Gut zwei Dutzend Feuerwehrleute nahmen daran teil, darunter auch Bürgermeister Axel Bangert (SPD) und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Ralf Henrici.
 
Wohlrath, der zur Flugbereitschaft des BGU gehört, betonte, wie wichtig es ist, dass die Hilfskräfte am Unfallort kooperieren und einer der Chef ist:
„Einer hat den Hut auf, der sagt, wo es langgeht!“
Vor allem bei polytraumatisierten Opfern sei Teamarbeit nötig, dazu gehöre auch, dass einer den Kopf des Verletzten stabilisiert.
Wohlrath verstand es, bei aller Dramatik, die auch aus authentischen Fotos sprach, seine Botschaft locker rüberzubringen, so dass auch gelacht wurde.
 Je mehr Informationen über Art und Schwere der Verletzungen den Arzt im Anflug erreichen, desto besser sei es, denn die Behandlung von Polytraumen erfordere Überlegungen, die so bereits bei der Landung des Helikopters geklärt sein können, sagte Wohlrath.
Er erläuterte auch den Begriff des Polytraumas: Mehrere Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine lebensbedrohlich ist. „Zwei Armfrakturen sind also noch kein Polytrauma“, so Wohlrath.
 
Eine besonders häufige Verletzung sei das Schädelhirntrauma, das nicht generell mit einer offenen Wunde einhergehen müsse.
Für alle unklaren Verletzungen gelte: „Besser annehmen, dass sie schwerer ist. Als leichter können sie sich später immer noch herausstellen.“
 Bisweilen sei auch die „Crash-Rettung“ nötig: Wenn ein Unfallopfer dem Tod nahe ist, gehe das Leben bei der Bergung immer vor, auch wenn dadurch weitere Verletzungen, etwa an eingeklemmten Extremitäten, riskiert werden: „An einem gebrochenen Fuß stirbt man nicht, an einem unklaren Bauchtrauma vielleicht schon.“
Amputate sollten immer geborgen und gekühlt werden. Oft gelinge es, abgetrennte Hände oder Füße wieder anzunähen.
 
Theorie und Praxis
 Nach der Theorie die Praxis: Die beiden Berufsretter demonstrierten die Hilfsmittel, mit denen Unfallopfer bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen stabilisiert werden können: Beckengurt, Vakuummatratze, „Stiff-Neck“ (Manschette zur Stabilisierung der Halswirbelsäule), Schienen oder Schaufeltrage.
Dazu wurde ein „Freiwilliger“ gesucht, der sich in Julian Hollmann aber schnell fand.

Nach gut zwei Stunden mit zum Teil „knallharten“ Informationen sagte Bangert: „Es ist überaus wichtig, dass es solche Übungen und Infoveranstaltungen gibt, die das Miteinander zwischen den Rettungsdiensten fördern.“

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Fahrsicherheitstraining absolviert im Februar 2014

Im Februar haben einige Mitglieder unserer Wehr ein Fahrsicherheitstraining für Einsatzfahrzeuge absolviert.
Hierbei wurde auch theoretisches Fachwissen geschult wie z.b. das eine ordnungsgemäß gesicherte Ladung zur sicheren Fahrweise zwingend notwendig ist.
Schon relativ kleine Ausrüstungsgegenstände können Ungesichert bei einem Ausweichmanöver ihre Kraft um das Vielfache erhöhen und somit die Fahrstabilität stark beeinflussen was dann zum Beispiel ein Ausbrechen des Fahrzeuges zur Folge haben kann.
Da bei unserem Fahrzeug die Beladung als Gesichert bestätigt wurde ging es sogleich zum Training auf das Übungsgelände.
Hier wurde auf verschiedenen Untergründen mit unterschiedlichen Bedingungen das Fahrzeugverhalten ausgelotet und jeder einzelne konte wichtige Erfahrungen mitnehmen.
Ein Feuerwehrauto verhält sich nunmal nicht wie ein PKW und wenn bei einem reflexartig zu starken Ausweichmanöver erstmal die 700 Liter Wasser im Heck des Fahrzeuges in Bewegung geraten ist ein Abfangen so gut wie  nicht mehr bzw. nur noch sehr schwer möglich!
Das Training verschafft unseren Fahrern eine Sensibilisierung bei Einsatzfahrten und schützt somit die Gesundheit der Insassen und der anderen Verkehrsteilnehmer.

 

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Durch Defibrillator für Notfall bestens gerüstet- Juli 2013


Von Evelyn Kreutz
Feuerwehrleute trainieren mit dem Defibrillator
Nicht nur Brandbekämpfung wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Altweilnau groß geschrieben. Die Wehr hat jetzt einen Defibrillator angeschafft - und kräftig geübt, damit sie ihn auch fach- und sachgerecht einsetzen kann.


Kein Puls, keine Atmung, der Patient ist nicht ansprechbar. Im Notfall beginnt bei plötzlichem Herzstillstand jetzt der Wettlauf gegen die Zeit und damit ums Überleben. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altweilnau waren konzentriert, aber relativ entspannt, als sie erst auf einen Ernstfall vorbereitet und dann in die Bedienung des neuen Automatischen Externen Defibrillators (AED) eingewiesen wurden.
 
Gerät kostet 2000 Euro
 
„Wenigstens zweimal im Jahr werden wir Feuerwehrleute als ,First Responder‘ zu Notfällen gerufen, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken“, erzählt Altweilnaus Gruppenführer Achim Anthes, der selbst seit dem Jahr 2000 als Sanitäter der Feuerwehr ausgebildet ist. Aber auch wenn kürzlich der stellvertretende Wehrführer Marc Dreyer diese Ausbildung abgeschlossen hat und alle anderen regelmäßig Schulungen in Erster Hilfe absolvieren: Den Umgang mit dem gerade angeschafften Defibrillator sollten möglichst viele beherrschen. Wie Wehrführer Hans-Jürgen Lorenz sagte, war das Grundbedingung für die Anschaffung des rund 2000 Euro teuren Spezialgerätes, das der Feuerwehrverein komplett finanziert hat.
Mit der Einweisung war im Auftrag des Geräteherstellers, der Firma Zoll, Andrea König vom Unternehmen „Sicherheit im Notfall“ beauftragt. Zur Optimierung des medizinischen Notfallmanagements der Altweilnauer Wehr unterwies sie 13 Mitglieder. Theoretische Grundlagen waren eine Sache, die praktische Umsetzung übten die Feuerwehrleute danach an einer Puppe.
„Am wichtigsten ist es zu erkennen, ob eine Defibrillation überhaupt notwendig sein könnte, ein Opfer also ohnmächtig ist und nicht atmet.“ Diesen Satz hatten die Helfer noch im Ohr, und das war schnell geprüft. Dann begannen zwei von ihnen mit der Wiederbelebung, also Herzdruckmassage und Beatmung im Wechsel, während ein Dritter den Defibrillator auspackte.
 
Automatische Analyse
 
Die Schritte zur Benutzung des AED waren unkompliziert und vor allem durch klare akustische und visuelle Anweisungen vorgegeben. So führte das Gerät nach dem Anbringen der Elektroden auf dem Brustkorb automatisch eine EKG-Analyse durch und forderte erst dann dazu auf, einen Elektroschock auszulösen. Eine andere Ursache als Kammerflimmern, etwa eine akute Unterzuckerung, war also auszuschließen.
Die anschließende Herzdruckmassage wurde dadurch erleichtert, dass ein Metronom die erforderliche Frequenz von 100 Kompressionen pro Minute vorgab. Der Beatmungsbeutel, den die Helfer routiniert anwendeten, ist schon längere Zeit Bestandteil der Altweilnauer Wehr-Ausrüstung.
Der Wehrführer weiß, dass die Ausrüstung nur so gut sein kann, wie die Menschen, die damit umgehen. Die ersten 13 Wehrmitglieder seien als sogenannte Multiplikatoren geschult und zertifiziert worden. Sie werden jetzt weitere Feuerwehrleute einweisen und damit selbst noch sicherer werden. Denn im Ernstfall bedeutet ein Patient mit Herzstillstand auch für den Ersthelfer maximalen Stress. Grundsätzlich seien AEDs so entwickelt, dass sie auch von Laien bedient werden können. „Aber wer erst lesen und überlegen muss, was zu tun ist, verliert schon unnötige Zeit“, ergänzte Achim Anthes.

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Achim Anthes (links) führt im Takt die Herzdruckmassage durch, während Jens Goll den Beatmungsbeutel vorbereitet und Martin Goll auf weitere Anweisungen wartet. Foto: Kreutz

 

Alarmübung im Jugendheim Juni 2013


Von Alexander Schneider

Bewohner eines Jugendheims verschläft die Alarmübung
Ein Dorf sieht rot: 50 Kräfte von Feuerwehr und DRK waren mit 18 Fahrzeugen vor der „Jugendhilfe Usinger Land“ vorgefahren: Feuer im Obergeschoss, mehrere Verletzte! Zum Glück nur eine Übung…


Es war eins der Schadensereignisse, die man sich besser nicht ausmalt: Feuer im Jugendheim! Dennoch müssen Feuerwehr und Rettungsdienste darauf vorbereitet sein. Sie sind es, wie die Alarmübung bei der „Jugendhilfe Usinger Land“ in Altweilnau am Samstag zeigte.
Die Feuerwehren Altweilnau, Neuweilnau, Rod an der Weil, Riedelbach, Finsternthal und Oberlauken waren - unterstützt durch die Stützpunktwehr Usingen sowie mehreren Rettungswagenbesatzungen aus dem Hochtaunus - mit etwa 50 Kräften und 18 Fahrzeugen im Einsatz. Schon eine halbe Stunde nach der Alarmierung und dem unverzüglichen Ausrücken der Altweilnauer Wehr - sie hat ihr Depot quasi gegenüber - konnte sich Einsatzleiter Jürgen Lorenz erleichtert den Schweiß von der Stirn wischen: „Feuer unter Kontrolle, alle verletzten Personen in Sicherheit.“ „Wasser marsch“ hieß es dann aber trotzdem noch einmal, da ging es aber nur noch um Mineralwasser…
Übungsregisseur Achim Anthes hatte wieder einmal alle Register gezogen: Im 2. Stock des mit Leitern nur schwer zugänglichen Gebäudeteils war ein Feuer ausgebrochen, „FZY“ lautet der interne Feuerwehrcode dafür - Zimmerbrand, Menschen in Lebensgefahr! Obergeschoss und Treppenhaus waren verqualmt. Zwei Verletzte hatten sich auf den Balkon gerettet und mussten über die Usinger Drehleiter geborgen werden, ein Teenager mit einem offenen Schienbeinbruch lag im Treppenhaus, ein Bewohner musste geweckt werden, er hatte den Brand verschlafen - nicht nur übungshalber, sondern tatsächlich.
Ein Feuerwehrmann war laut Drehbuch im Einsatz zusammengebrochen und musste übers Treppenhaus geborgen werden, bevor sich Sanitäter um den „leichenblassen“ Marc Dreyer kümmern konnten. Klaus Henkel hatte mit seinen Rotkreuz-Kollegen vom RUD (Realistische Unfalldarstellung) ganze Arbeit geleistet, die Verletzten mit Filmblut und angeklebten Knochensplittern sehr echt präpariert.
Gemeindebrandinspektor Dieter Veidt hatte an einer Tagung in Bad Hersfeld teilgenommen und war gerade noch rechtzeitig in Altweilnau eingetroffen, überließ die Einsatzleitung aber Altweilnaus Wehrführer Jürgen Lorenz. Der hatte allerdings alle Hände voll zu tun. „Mir fehlt noch der offene Schienbeinbruch“, meinte er nervös, griff zum Handfunkgerät und erfuhr zu seiner Erleichterung: „Person ist gefunden, geborgen, wird dem Rettungsdienst übergeben!“
Aufatmen beim Wehrführer. Und doch bleibt bei ihm Sorge zurück: „Das Haus hat zwar alle vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen wie automatische Brandschutztüren, ist aber sehr verwinkelt und mit seinen Zwischengeschossen unübersichtlich. Wenn dann noch alles verqualmt ist…“ Für Lorenz hat es, zumindest gefühlt, lange gedauert, bis alle verletzten Personen geborgen waren.
Anita Kerber-Sarwari, Leiterin der derzeit mit neun Jugendlichen besetzte Wohngruppe, hat großes Vertrauen in die Feuerwehr, war aber trotzdem gespannt: „Hier wurde sehr viel in den Brandschutz investiert, dennoch ist es auch für uns ein Test, ob alles funktioniert“, sagte sie. Die Übung soll jetzt in Gesprächen mit der Feuerwehr nachbereitet werden, um eventuell Konsequenzen zu ziehen.
 

 

 

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Im Obergeschoß wurde ein Brand simuliert

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Die Drehleiter aus Usingen wurde zur Menschenrettung eingesetzt

 

Erste Hilfe am Kind Kurs 2013


Die Freiwillige Feuerwehr Altweilnau lud im Frühjahr 2013 zu einem ganztägigen Kurs "Erste Hilfe am Kind" in das Altweilnauer Gemeindehaus ein.
In diesem Kurs erlernten die 21 Teilnehmer den Umgang mit der "stabilen Seitenlage", alles rund um die Wundversorgung, die Vorgehensweise bei Vergiftungen, Gelenkverletzungen, Knochenbrüchen oder auch Bauchschmerzen, Verbrennungen und Allergien. Als Dozenten hatte die Altweilnauer Feuerwehr den Ausbilder Michael Pohl sowie den Erste-Hilfe-Ausbilder Thorsten Kimmich vom DRK eingeladen. Besonders Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis in die Pubertät benötigen eine etwas anders gelagerte Erstversorgung als Erwachsene. Hier galt es das eigene Wissen zu vertiefen und neues zu erfahren. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer eine Bescheinigung. Dank gilt den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die für das leibliche Wohl sorgte.
Für den Sommer ist angedacht, einen weiteren eher praxisorientierten Kurs anzubieten.

 

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Die Teilnehmer und Lehrer des Kurses

 

Altweilnauer Wehr probt den giftigen Ernstfall



Ein Unfall mit Giftstoffen – das kommt zum Glück nicht häufig vor. Aber die Altweilnauer Feuerwehr wäre jetzt darauf vorbereitet.
Warum nicht einmal eine besondere Feuerwehrübung anbieten, dachten sich Achim Anthes, der Gruppenführer der Altweilnauer Freiwilligen Feuerwehr, und Gunnar Hohl von der Betriebsfeuerwehr von Rolls Royce Deutschland in Oberursel. Also stellten beide ein Szenario zusammen, das so hoffentlich nie eintrifft, aber dennoch geübt werden sollte: Ein Einsatz nach einem Unfall mit giftigen Chemikalien.
Achim Anthes und Altweilnaus stellvertretender Wehrführer Marc Dreyer hatten aber auch eine Übung zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen ausgearbeitet. Unterschiedlichste Praktiken wurden eingeübt, um Verletzte mit der Schere und dem Spreizer zu bergen. "Wir haben auch die extrem widrigen Bedingungen nicht ausgelassen", erklärte Achim Anthes. Etwa die Brandbekämpfung in hohen Gebäuden oder von Dächern aus. "Bei dieser Übung waren Maßnahmen zur Absturzsicherung gefragt", so Anthes.
Erfahrungen aus der Welt der Bergsteiger brachte Julian Lebeau von Rolls Royce mit. Er vermittelte den Einsatzkäften die Praktiken der Doppelsicherung. Auch die "GAMS-Regel" bei Unfällen mit Gefahrengut wurden durchgespielt. Dabei geht es darum, die Gefahr zu erkennen, die Unfallstelle abzusperren und abzusichern, Menschen zu retten und dann Spezialkräfte anzufordern. Die Teilnehmer der Übung erfuhren, dass solche Transporter meist Informationen zu den Stoffen dabeihätten, damit die Stoffe bei Unfällen möglichst schnell identifiziert werden können.
Der Feuerwehr kommt bei einem solchen Einsatz die Aufgabe zu, den Einsatz eines mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgerüstetem Spezialtrupps vorzubereiten, erklärte Anthes. Dafür müsse unter Atemschutz nach Absperrung und Absicherung und unter Berücksichtigung der Windrichtung ein Dekontaminationsplatz errichtet werden. Alle Einsatzkräfte, die mit dem Stoff in Berührung gekommen sein könnten, müssen dekontaminiert werden, damit das Gefahrgut nicht weiter verbreitet werde. So ein Einsatz könne Tage dauern und sei erst beendet, wenn alle Restrisiken beseitigt seien


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Die Übung im August 2012 zusammen mit der Werksfeuerwehr von Rolls Royce Oberursel


 

Neuigkeiten von Mitgliedern der Einsatzabteilung

Gerätewart Achim Anthes und sein Bruder Holger nahmen am diesjährigen Skyrun in Düsseldorf teil. Hierbei geht es darum, den Düsseldorfer Fernsehrturm in schnellstmöglicher Zeit zu erklimmen. Nähere Infos zum Run finden Sie hier. Nach 13:32 Minuten (ordentlicher Mittelfeldplatz Platz 121 von über 300 Plätzen) erreichten Sie erschöpft, aber glücklich die Aussichtsplattform des Turms und genossen den Fernblick über das Rheinland!alt

Achim und Holger