20 Jahrfeier

Drucken
PDF

Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau feierte sein 20.-jähriges Jubiläum

 

In diesem Jahr schenkte sich und seinen Mitgliedern der KFK Burg Altweilnau e.V. anlässlich des 20.-jährigen Jubiläums, eine gelungene Feier mit Gastauftritt des bekannten Oberurseler Kabarettisten „Schüssel“.

 

Nach einem Sektempfang blickte die erste Vorsitzende Karin Müller in einem launigen Vortrag auf die letzten zwanzig Jahre des Vereins zurück.

 

Angefangen hatte alles vor 20 Jahren, als sich ein kleiner Kreis von Altweilnauer Bürgern auf Einladung der damaligen Ortsvorsteherin Karin Müller zusammenfand. Damals ging es in erster Linie darum, die bevorstehende 800 Jahrfeier im Jahre 2008 des Ortes zu planen. Bis dahin waren es zwar gute zehn Jahre, doch so ein Großereignis sollte gut vorbereitet sein. Das dieses Jubiläum nun wahrscheinlich nochmals gefeiert werden muss, da neuere Recherchen ergaben, dass die Ersterwähnungsurkunde einen Zahlendreher enthielt, hindert in Altweilnau natürlich niemanden daran, schon jetzt für das zukünftige Jubiläum zu planen.

 

Zunächst wurde nicht direkt ein Vorstand gegründet, sondern ein Arbeitskreis bereitete die künftige Ausrichtung des Vereins vor. Die Frage nach dem Namen erwies sich als äußerst schwierig, denn FUKK (Förder- und Kulturkreis) oder FKK (Förderkulturkreis) waren belegt und nicht passend für einen Verein, der neben der Burg auch das Kulturleben bereichern wollte. So wurde es der KFK Burg Altweilnau e.V., dem in den Folgejahren die heimische Künstlerin Yu Mo Hung Umbach ein Logo kreierte, das noch heute Bestand hat.

 

Zweck des Vereins ist es nach wie vor, die Burganlage als Denkmal zu pflegen und auf ihr und um sie herum, Kulturelles anzubieten. Über das Jahr verteilt finden verschiedenste Veranstaltungen für Jung und Alt statt, wie z.B. Spiele rund ums Osterei, Konzerte, Lesungen, Kabarett-, Puppen- und Theateraufführungen (Hofoper), Offene Burg als Mittelalterspektakulum oder geführte Wanderungen am Tage und in der Nacht. Die Mischung aus bewährten und wechselnden Veranstaltungen führte sogar zu einem Begeisterungssturm in der Presse wo es hieß: „Oberammergau? Wo ist Oberammergau – Altweilnau da muss man hin!“

 

Durch den sehr guten Zusammenhalt im Ort wurden viele Feste in der Vergangenheit gemeinsam gemeistert und auch zukünftig erfährt z.B. das Pflasterfest eine neue Ausrichtung, an der alle Ortsvereine zusammenwirken.

 

Schaut man hinüber auf den Nachbarort Neuweilnau, so fällt sofort das Schloss ins Auge. Dank der harmonischen Zusammenarbeit mit dem dort ansässigen Forstamt, nutzt der KFK das Schloss als Veranstaltungsmöglichkeit innen wie außen seit vielen Jahren und unterstützt beim jährlichen „Tag des offenen Denkmals“.

 

Das vielschichtige Spektrum des Vereins konnten die Besucher in der anschließenden Pause bestaunen. An unterschiedlichen Stationen wurden Plakate, Presseausschnitte, Veranstaltungskalender und per Beamer übertragene Bilder mit den Wegpunkten des Vereins dargestellt. Der Vorstand hatte hierzu in den letzten Monaten einiges aus dem gut sortierten Fundus zusammengetragen.

 

Selbst ein Verkaufsstand war aufgebaut, denn neben Fahnen, Bechern, Videos, Kalendern und Bilddrucken wurde das vom Verein herausgegebene Buch „Altweilnau im Wandel der Geschichte“ präsentiert. Die Broschüren zur Geschichte von Alt- und Neuweilnau sowie die Wanderkarte und die Altweilnaupostkarten mit Gruß aus dem Taunus lagen zur kostenfreien Mitnahme aus.

 

Im Anschluss gehörte die Bühne dem Oberurseler Kabarettisten Peter Schüßler alias „Die Schüssel“.

Seit 22 Jahren unterhält der Oberurseler Kabarettist sein Publikum nun schon als „Die Schüssel“, mit wenig Tabus, viel Humor und noch mehr Einsatz bei Laune.

 

In seinem aktuellen Programm „Ebe langts“ teilte der Oberurseler nach allen Seiten aus und regte sich köstlich über Alltägliches auf - Anlässe gab und gibt es genug. So wetterte er über die Weltpolitik, beleuchtete unsere Gesellschaft und gewährte Einblicke in seine eigene Familie. Mit Herzdame Frida, Sohn Heinz-Rüdiger und Vierbeiner Flocki wird es ihm wohl nie langweilig, denn die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben.

 

Das kurzweilige Programm präsentierte er in herrlich unverwechselbar hessischer Mundart und setzte auch nachdenkliche Akzente, bei denen einem buchstäblich das Lachen im Halse stecken blieb.